Auf dem Weg zum Hochbautechniker

Bild Herr Fengler Extra Team Technik Blog

Marcel Fengler stammt aus Lübbenau im Spreewald. Dort hatte er seine Ausbildung zum Werkzeugschlosser abgeschlossen, bevor ihn die besseren beruflichen Perspektiven und vor allem die Liebe nach Berlin führten. Wir sprachen mit dem Familienvater über seinen Start im Extra Team Technik.

Extra Team Technik: Herr Fengler, erinnern Sie sich noch an ihre ersten Tage in Berlin? Was hatten sie für einen Eindruck von unserer Stadt?

Marcel Fengler (lacht): In Berlin habe ich erst einmal die Hupe meines Autos kaputt gemacht! Das war einfach ein ganz anderer Verkehr als in Lübbenau.

Ihr Weg hat sich recht schnell in unser Büro geführt. Wir hoffen, das lief entspannter.

Na klar. Bei Extra habe ich mich sofort wohl gefühlt. Das war ganz anders, positiver, nicht so wie meine früheren Erfahrungen bei der Jobsuche. Hier ging alles ganz schnell und ich habe seit meinen Start nie Leerlaufzeiten gehabt. Mein erster längerer Einsatz war bei einem Metallbauunternehmen. Die Aufgaben waren für mich schon spektakulär. Da fiel der Hammer schon einmal eine Nummer größer aus, wenn ein 12 Meter langer Doppel-T-Träger in den Dachstuhl eingezogen werden sollte.

Konnten Sie sofort loslegen?

Teilweise schon. Aber eigentlich war es Voraussetzung für die Arbeit, dass ich eine gültige Schweißzertifizierung besitze. Die hatte ich Anfangs noch nicht und musste sie daher schnell nachholen. Aber Extra hat mir die erforderliche Aktualisierung ja genauso ermöglicht, wie eine Zusatzqualifikation durch den Abschluss der Druckgeräteprüfung. Das lief in Zusammenarbeit mit der SLV in Berlin.

Die formelle Qualifikation ist die eine Seite, was bedeutet das aber in der Praxis?

Im Einsatz konnte ich mich schrittweise immer mehr mit verschiedenen Schweißgeräten auseinandersetzen, zum Beispiel mit einer Impulsschweißmaschine oder Schweißmaschinen die mit Arcforce ausgestattet sind.

Weil die Auftragslage in ihrem Einsatzbetrieb zurückging haben wir Sie danach bei einem anderen Kunden eingesetzt.

Das war ein Unternehmen für Metallbautechnik. Hier standen kleinere Projekte im Vordergrund, wie zum Beispiel Rekonstruktionen von denkmalgeschützten Gebäuden oder auch die Installation von Schließ- und Brandmeldeanlagen. Ich habe mich dort sofort sehr wohl gefühlt.

Inzwischen sind Sie zu diesem Kunden in direktes Arbeitsverhältnis gewechselt. Wie kam es zu dem Wechsel?

Ich will mich immer weiterqualifizieren. Extra hat mir dabei schon sehr geholfen. Das war und ist mein Antrieb, denn ich habe schon den Anspruch, eine gute Karriere zu machen. Bei meinem jetzigen Arbeitgeber ist es mir zusätzlich möglich, mich zum Hochbautechniker weiterzuqualifizieren. Das ist zwar eine Menge Stoff, aber ich bin ja nicht auf den Kopf gefallen.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg auf Ihrem weiteren Weg. Bleiben Sie uns gewogen!

Aber sicher. Ich habe ja auch einem Freund von mir das Extra Team Technik empfohlen. Inzwischen arbeitet er dort auch schon als Schlosser.

Bild: Marcel Fengler

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Auf dem Weg zum Hochbautechniker

Extra-Einsatz in den USA: Kollege Steven Bader reist nach Memphis/Tennessee

USA-Artikel-Technik-Blog-Herr-Bader

Manchmal kann der Weg zur Arbeit auch etwas längern dauern. Über 20 Stunden brauchte Steven Bader um zu seinem Einsatz in die Blues-Metropole Memphis im US-Bundesstaat Tennessee zu gelangen. Über seine Erlebnisse sprach er mit Julia Bergner vom Extra Team Handwerk in Dresden.

Extra Team Handwerk: Herr Bader, Sie sind im letzten Jahr in die USA gereist und waren dort für einen Kunden im Anlagenbau tätig. Wie ist es dazu gekommen?

Steven Baader: Ich kannte den Kundenbetrieb schon aus mehreren Einsätzen und hatte die gleichen Tätigkeiten, die jetzt in den USA gemacht werden mussten, schon in Dresden erledigt. Für den Kunden war es somit eine tolle Gelegenheit, für diesen mehrwöchigen Einsatz auf jemanden mit Erfahrung zurückgreifen zu können.

In welchem Bundesstaat fand der Einsatz statt?

Wir haben die Montagearbeiten in Memphis im Bundesstaat Tennessee durchgeführt, gewohnt haben wir allerdings in Mississippi. Die Bundesstaaten grenzen direkt aneinander und wir sind nur gut zwanzig Minuten mit dem Auto gefahren, um zu unserem Einsatzort zu kommen. Der Auftraggeber besorgte uns einen Mietwagen, der uns auch nach Feierabend oder am Wochenende zur Verfügung stand.

Wie sind Sie eigentlich zu Ihrem Einsatzort gekommen? Und brauchten Sie auch ein Visum oder eine Arbeitserlaubnis, um in den USA arbeiten zu dürfen?

Papiere brauchten wir natürlich, aber das hat der Kundenbetrieb alles vorbereitet. Auch die Reise selbst samt Hotel wurde organisiert. Wir konnten direkt in Dresden starten und sind dann über Frankfurt nach Chicago geflogen. Dort mussten wir dann noch einmal umsteigen, um nach Memphis zu gelangen. Die gesamte Reise hat über 20 Stunden gedauert. Wegen der Zeitverschiebung sind wir in Memphis am frühen Abend angekommen.

Wie ging es dann weiter? Mussten Sie sich selbst zurechtfinden?

Das war eigentlich ganz einfach. Wir wurden am Flughafen von Mitarbeitern des Auftraggebers in Empfang genommen und direkt zum Hotel gefahren. Anschließend haben wir uns sogar noch zu einem Abendessen und einem kleinen Spaziergang durch das Bankenviertel von Memphis getroffen. Der amerikanische Vorarbeiter hat uns ausführliche Tipps gegeben, wie wir uns zu verhalten hätten: vor allem nie nachts in Straßen gehen, die unbeleuchtet sind. Diesen Tipp haben wir allerdings nicht beherzigt – wir wollten ja schließlich auch etwas von der Stadt sehen!

Wie haben Sie sich auf der Baustelle unterhalten?

Mit der englischen Sprache hatte ich weniger Probleme als befürchtet. Da ich nur Schulenglisch spreche, hatte ich erwartet, mich mit den amerikanischen Kollegen nicht wirklich gut unterhalten zu können. Aber ich muss sagen, dass unser Englischunterricht offensichtlich gar nicht so schlecht war. Ich konnte fast alles verstehen und habe mich vor allem mit Adrian, dem amerikanischen Kollegen, mit dem ich direktzusammengearbeitet habe, sehr gut – nicht nur sprachlich – verstanden.

Hat sich die Arbeit in den USA von Ihren Einsätzen auf deutschen Baustellen unterschieden?

Eigentlich kaum. Die Arbeit wurde genauso flott erledigt wie in Deutschland. Allerdings gab es auf der Baustelle deutlich weniger qualifiziertes Personal als ich es von deutschen Einsätzen gewohnt bin. Auch die Pünktlichkeit der Amerikaner war natürlich nicht so ausgeprägt wie man es in Deutschland erwartet – aber das sagt man als Deutscher wohl in jedem Land (lacht). Besonders beeindruckt hat mich die enorme Größe der Halle, in der wir gearbeitet haben. Auch der Kran, mit dessen Hilfe wir die Montageteile bewegt haben, war einige Nummern größer als ich es gewohnt war.

Und dann war da natürlich noch der Tag, an dem ein Tornado der Stufe 4 unmittelbar
an unserer Halle vorbeigekommen ist. Es muss sogar einen Bodenkontakt gegeben
haben, auf jeden Fall war der Tornado groß in den Nachrichten. Und wir haben fast
nichts davon mitbekommen, da wir den ganzen Tag innerhalb der Halle gearbeitet haben.

Hatten Sie denn auch die Gelegenheit, etwas von Ihrer Umgebung zu erkunden?

Na ja, wir haben viel gearbeitet und waren in der Regel auch am Samstag auf der Baustelle. Hinzu kam, dass es für Mitteleuropäer unerträglich heiß war – weit über 30 Grad und das ganze bei extrem hoher Luftfeuchtigkeit. In den ersten Tage waren wir deshalb abends so geschafft, dass wir nicht mehr viel unternommen haben. So ein Wetter hatte ich bisher noch nicht erlebt: wenn man aus dem klimatisierten Hotel nach draußen kommt, wird man von einer Wand aus heißer nasser Luft empfangen. Da musste ich erst einmal durch. Ich habe mich teilweise dreimal täglich umgezogen, weil ich so durchgeschwitzt war. An einigen Tagen war es so heiß, dass wir nicht den vollen Tag arbeiten konnten. Zwar war die Hitze dann fast unerträglich, aber dafür konnten wir dann einige Stunden am Swimmingpool des Hotels entspannen.

An den Sonntagen konnten wir aber auch richtig etwas unternehmen. Einmal sind wir zu einer Art Schrottplatz gefahren. Dort hat ein Sammler jede Menge alte Autos zusammengetragen und setzt diese nach und nach wieder instand. Wir haben dort einen Rennwagen von 1936 gesehen, alte amerikanische Polizeiautos und – für mich besonders interessant – ein alter Dodge Pickup.

Sind Sie auch mit Einheimischen in Kontakt gekommen?

In unserem Hotel wohnten einige GI’s aus Alaska, die für Instandsetzungsarbeiten in Mississippi waren. Mit denen haben wir uns öfter abends am Pool getroffen und ziemlich gut verstanden.

Wir waren auch regelmäßig in der Beelstreet in Memphis unterwegs. Dort hat uns einmal ein Gangmitglied – das haben wir zumindest aufgrund seiner Tätowierungen vermutet – freundlich angesprochen. Und ehe wir uns versahen, haben wir mit mehreren„Hardcore-Gangmitgliedern“ mehr oder minder freiwillig Bier getrunken. Ein wenig unwohl haben wir uns dabei schon gefühlt.

Fühlten Sie sich unsicherer als in Deutschland?

Überhaupt nicht, trotz der Warnungen unserer Kollegen. Was natürlich aufgefallen ist, waren die vielen „No Guns allowed here“-Schilder, die man fast überall gesehen hat. Und auch die Sicherheitsvorkehrungen waren ziemlich ausgeprägt. So mussten wir jedes Mal, bevor wir die Beal Street betreten konnten, einen kompletten Sicherheitscheck über uns ergehen lassen, so wie man es in Deutschland nur vom Flughafen her kennt.

Gibt es noch andere Dinge, die Ihnen besonders aufgefallen sind?

Natürlich das Essen. Mein Vorurteil wurde voll bestätigt: es gibt fast überall Fastfood – allerdings sind die Hamburger in Memphis wirklich unglaublich lecker! Mein Lieblingsburger ist der Elvis-Burger in einem kleinen Diner. Aber nach einigen Tagen hatte ich auch genug vom Fleischessen und hatte Heißhunger auf Gemüse und Obst – aber in den Supermärkten wird fast nur Fastfood verkauft. Es war für uns eine echte Herausforderung, einen Laden zu finden, in dem wir frisches  Obst bekommen konnten.

Vielen Dank für Ihren Bericht Herr Bader.

Bild: Steven Bader, Julia Bergner

Extra-Einsatz in den USA: Kollege Steven Bader reist nach Memphis/Tennessee