Wanderjahre eines Tüchtigen

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Uwe Peter hat eine spannende Laufbahn hinter sich, immer flexibel und mutig auf der Suche nach beruflichen Herausforderungen. Die Wiedervereinigung und ein Ausflug in die Selbständigkeit brachten aber jeweils auch starke Umbrüche für ihn. Er hat das Beste daraus gemacht und arbeitet heute wieder in seinem ursprünglich erlernten Beruf. Mit Extra-Geschäftsführer Sebastian Lazay unterhielt er sich in unserem Berliner Büro.

Sebastian Lazay: Herr Peter, wir beide sind beim Tag der offenen Tür hier in Berlin ins Gespräch gekommen. Ich hatte mir immer gewünscht, dass wir noch eimal etwas mehr Zeit für ein Gespräch haben. Vielen Dank daher, dass Sie sich heute die Zeit genommen haben. Würden Sie mir noch einmal erzählen, wie ihre berufliche Laufbahn begann?

Uwe Peter: Ja gerne und ebenfalls vielen Dank für die Einladung. Also anfangen habe ich ja als Elektromonteur, eigentlich mit dem Schwerpunkt auf Inlands- und Auslandsmontagen. In den DDR-Zeiten war die Möglichkeit, dadurch reisen zu können, für mich ein großer Reiz. Aber als ich dann so weit war, hat mich die Beziehung mit meiner Frau davon abgehalten. Deshalb habe ich mich umorientiert und bin Betriebselektriker geworden. Da ging es um Servicearbeiten in Plattenbauten von der Hausinstallation bis zu den Steuerungsanlagen.

Die Wende bedeutete für Viele auch einen persönlichen Neuanfang. Was hat die deutsche Wiedervereinigung für sie bedeutet?

Ich in zunächst in den Handel gewechselt, weil einfach keine Perspektiven mehr in meinem Beruf bestanden. Da habe ich bei Null angefangen und mich in einem Baumarkt bis zum Lagermeister hochgearbeitet. Als meine Schwester dann von einem Afrika-Aufenthalt zurückkam war das der Anlass für mich, ein eigenes Unternehmen für Import und Export zu gründen. Das war eine spannende Zeit mit sehr vielfältigen Projekten. Ich habe Käufer, Verkäufer und Transportunternehmen zusammengeführt. Neben dem klassischen Handel haben wir zum Beispiel mit der IHK Modelle entwickelt, wie wir zu Messen Ausstellungsstücke nach Afrika bringen, die nach der Veranstaltung dort bleiben konnten, um lokale Handwerksbetriebe zu unterstützen. Der Leitgedanke war oft, wie einheimische Handwerksbetriebe mit unserer deutschen Technik und unserem Knowhow versorgt werden konnten, um so selbst ihre nationale Infrastruktur aufbauen zu können. Die Themen gingen von Holzprodukten über Maschinen, Keramikprodukte bis zur Satellitentechnik. Ich habe da sehr viel privates Geld investiert. Am Ende hat es aber aufgrund der Größe der Projekte nicht gereicht. Daher musste ich die Selbständigkeit nach zwei Jahren wieder beenden. Ich möchte die Zeit aber nicht missen, ich habe da sehr viel gelernt und Neues kennengelernt, hatte so viele gute Partner und solide Geschäftskonzepte. Etwas schade ist es schon, dass daraus nicht geworden ist.

Trotzdem haben Sie dadurch viel Mut und Unternehmergeist bewiesen. Dazu gehört eben manchmal auch, ein Projekt wieder zu beenden.

In jedem Fall war das noch einmal ein großer Umbruch für mich, vielleicht genauso groß wie die Wendezeiten. Ich habe dann Ende der 1990er Jahre noch meine Großhandelsausbildung nachgeholt und anschließend eine Ausbildung zur Sicherheitsfachkraft gemacht. Damit führte mich mein Weg nach Würzburg in eine amerikanische Kaserne und in ein Fitnessstudio. Aber da habe ich einfach zu wenig verdient. Deshalb bin ich zurück nach Berlin gegangen, wo ich zunächst im Sicherheitsdienst vor allem für Wohnungsbaugesellschaften tätig war. Das waren zwar auch interessante Aufgaben, aber mein Einkommen war mir immer noch zu gering. Deshalb kam ich auf die Idee, wieder in meinen alten Beruf als Elektriker zurückzukehren. Die Zeiten hatten sich ja geändert und die Chancen, hier wieder einzusteigen, waren inzwischen gut. Um wieder in diese Arbeit hineinzufinden, bin ich auf Zeitarbeitsfirmen zugegangen. Ein paarmal musste ich wechseln, das lag aber nicht an der Unzufriedenheit der einen oder anderen Seite, sondern weil zum Beispiel am Flughafenbau plötzlich Aufträge im großen Stil gestoppt wurden. Auf jeden Fall geht es mir gutl in meinem alten Beruf. Die Rückkehr war die richtige Entscheidung.

Wie sind Sie dann zum Extra Team Technik gestoßen?

Das Extra Team Technik habe ich aus rund 70 Firmen herausgesucht. Das Angebot aus einer qualifizierten Tätigkeit und guten finanziellen Bedingungen überzeugte mich. Inzwischen bin ich jetzt seit circa 15 Monaten bei einem Kunden. Die Arbeit dort ist sehr vielfältig, wir pflegen den Bestand von Wohnungsgesellschaften, sind teilweise im Neubau tätig und manchmal auch im Bereich von Steuerungsanlagen in der Industrie. Ich fühle mich in dem Betrieb sehr wohl.

Das ist ein langer Einsatz für unsere Verhältnisse. Woran liegt das?

Wir kommen einfach sehr gut mit einander aus. Natürlich haben wir gehört, dass die Regierung plant, den Einsatz von Zeitarbeitnehmern bei einem Kunden künftig auf 18 Monate zu begrenzen. Wir wissen noch nicht, was das konkret bedeuten wird. Ob ich von dem Kunden, bei dem ich derzeit bin, übernommen werden möchte, weiss ich gar nicht. Mir geht es ja gut, so wie es jetzt ist. Aber ich sehe das alles gelassen. Ich habe in der Zeitarbeit gelernt, dass es immer irgendwie weitergeht. Das einzig Sichere ist, dass sich alles ändert.

Wenn ein Wechsel zum Kunden für sie nicht interessant ist – was sind dann ihre beruflichen Ziele in nächster Zeit?

Diese Diskussionen der Politik sind doch einfach nur nutzlos. Erheblich bessere Konditionen könnten für mich vielleicht ein Argument für einen Wechsel sein, die sehe ich aber nicht. Letztlich geht es doch darum, dass es Arbeit gibt, die von den richtigen Leuten gemacht werden muss. Mich interessiert eher, wie ich mich räumlich in die Richtung meiner Kinder verändern könnte, die in Chemnitz und Sangerhausen wohnen. Vielleicht rede ich mal mit den Extra-Kollegen aus Dresden. In jedem Fall bietet mir die Zeitarbeit bei der Umsetzung dieser Pläne mehr Möglichkeiten, als in Berlin von einem Kunden übernommen zu werden. Von meiner Arbeit wünsche ich mir, künftig mehr in einem Betrieb und weniger draußen auf Baustellen arbeiten zu können, schließlich bin ich ja nicht mehr der Jüngste. Aber was das für ein Betrieb ist, da bin ich ganz flexibel.

Zeitarbeit wird manchmal immer noch als eine Art Arbeitsplatz zweiter Wahl bezeichnet. Bei Ihnen klingt das anders.

Natürlich, mich zwingt ja niemand, in der Zeitarbeit zu arbeiten. Genügend andere Möglichkeiten hätte ich, aber wozu? Mir geht es gut und ich habe als Zeitarbeitnehmer mehr Möglichkeiten selbst zu entscheiden, wo ich arbeiten möchte und wo nicht. Mich erinnert die Zeitarbeit an alte Handwerkertraditionen, an die Wanderjahre, das Herumkommen, immer wieder neue Aufgaben, Projekte, Baustellen oder Unternehmen kennenzulernen. Das macht den Reiz dieser Art der Arbeit für mich aus.

Vielen Dank für das Gespräch Herr Peter und auf weiterhin gute Zusammenarbeit!

Bild: Uwe Peter

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Auf dem Weg zum Hochbautechniker

Bild Herr Fengler Extra Team Technik Blog

Marcel Fengler stammt aus Lübbenau im Spreewald. Dort hatte er seine Ausbildung zum Werkzeugschlosser abgeschlossen, bevor ihn die besseren beruflichen Perspektiven und vor allem die Liebe nach Berlin führten. Wir sprachen mit dem Familienvater über seinen Start im Extra Team Technik.

Extra Team Technik: Herr Fengler, erinnern Sie sich noch an ihre ersten Tage in Berlin? Was hatten sie für einen Eindruck von unserer Stadt?

Marcel Fengler (lacht): In Berlin habe ich erst einmal die Hupe meines Autos kaputt gemacht! Das war einfach ein ganz anderer Verkehr als in Lübbenau.

Ihr Weg hat sich recht schnell in unser Büro geführt. Wir hoffen, das lief entspannter.

Na klar. Bei Extra habe ich mich sofort wohl gefühlt. Das war ganz anders, positiver, nicht so wie meine früheren Erfahrungen bei der Jobsuche. Hier ging alles ganz schnell und ich habe seit meinen Start nie Leerlaufzeiten gehabt. Mein erster längerer Einsatz war bei einem Metallbauunternehmen. Die Aufgaben waren für mich schon spektakulär. Da fiel der Hammer schon einmal eine Nummer größer aus, wenn ein 12 Meter langer Doppel-T-Träger in den Dachstuhl eingezogen werden sollte.

Konnten Sie sofort loslegen?

Teilweise schon. Aber eigentlich war es Voraussetzung für die Arbeit, dass ich eine gültige Schweißzertifizierung besitze. Die hatte ich Anfangs noch nicht und musste sie daher schnell nachholen. Aber Extra hat mir die erforderliche Aktualisierung ja genauso ermöglicht, wie eine Zusatzqualifikation durch den Abschluss der Druckgeräteprüfung. Das lief in Zusammenarbeit mit der SLV in Berlin.

Die formelle Qualifikation ist die eine Seite, was bedeutet das aber in der Praxis?

Im Einsatz konnte ich mich schrittweise immer mehr mit verschiedenen Schweißgeräten auseinandersetzen, zum Beispiel mit einer Impulsschweißmaschine oder Schweißmaschinen die mit Arcforce ausgestattet sind.

Weil die Auftragslage in ihrem Einsatzbetrieb zurückging haben wir Sie danach bei einem anderen Kunden eingesetzt.

Das war ein Unternehmen für Metallbautechnik. Hier standen kleinere Projekte im Vordergrund, wie zum Beispiel Rekonstruktionen von denkmalgeschützten Gebäuden oder auch die Installation von Schließ- und Brandmeldeanlagen. Ich habe mich dort sofort sehr wohl gefühlt.

Inzwischen sind Sie zu diesem Kunden in direktes Arbeitsverhältnis gewechselt. Wie kam es zu dem Wechsel?

Ich will mich immer weiterqualifizieren. Extra hat mir dabei schon sehr geholfen. Das war und ist mein Antrieb, denn ich habe schon den Anspruch, eine gute Karriere zu machen. Bei meinem jetzigen Arbeitgeber ist es mir zusätzlich möglich, mich zum Hochbautechniker weiterzuqualifizieren. Das ist zwar eine Menge Stoff, aber ich bin ja nicht auf den Kopf gefallen.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg auf Ihrem weiteren Weg. Bleiben Sie uns gewogen!

Aber sicher. Ich habe ja auch einem Freund von mir das Extra Team Technik empfohlen. Inzwischen arbeitet er dort auch schon als Schlosser.

Bild: Marcel Fengler

Auf dem Weg zum Hochbautechniker